Das Jetzt ist anspruchsvoll. Die Ansprachen kommen von allen Seiten – an den Einzelnen und an die Gesellschaft. Austausch ist verletzlich, gefährlich geworden. Soziale Distanz statt Zusammenkunft. Wie können wir in Dialog treten, wenn das analoge Sprechen fragil geworden ist?

Doch alles beginnt mit dem Anspruch. Mit dem Aussprechen wird ein Gespräch eröffnet und eine Auseinandersetzung initiiert. Es öffnet sich ein Raum für Einvernehmen oder Einspruch. Diese Form des Redens ist der Duisburger Filmwoche eingeschrieben: Im Dialog bilden sich die Perspektiven auf Filmkultur, ihre Ästhetiken und Bedingungen des Bildermachens. So gilt es, den Anspruch auf diesen Diskursraum hochzuhalten und zugleich andere Formen des Reflektierens und Debattierens auszuloten.

Der historisch gewachsene Auftrag an das Dokumentarische ist nach wie vor virulent. Zeitzeugnisse schaffen. Dem Beanspruchen von Wahrheiten widersprechen, vielmehr die verschiedenen Wirklichkeiten ansprechen. Dieser künstlerische Anspruch, der Filmemacher*innen umtreibt, Bilder zu schaffen, Geschichten und Personen zu divers Sprechenden werden zu lassen, hält uns und die Filmwoche wach und dort, wo politisch nötig: auf Distanz.

 

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Wie weiter? Serielles Erzählen und dokumentarisches Arbeiten. Konferenztag zur Doku-Serie auf der 44. Duisburger Filmwoche

Die 44. Duisburger Filmwoche widmet sich erstmals der seriellen dokumentarischen Form. Im Rahmen eines Konferenztages stellen deutsche und europäische Referent*innen Projekte und ihre Erfahrungen vor. Ein Praxisbericht aus der Perspektive von Filmschaffenden, Produzent*innen und Marktexpert*innen zur horizontal erzählten Wirklichkeit.

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