Vor ein paar Tagen endete unsere erste Sichtungswoche – die Bilder des filmischen Handelns und außerfilmischen Geschehens haben Eindrücke hinterlassen. Sie zeugen davon, dass Handlungen wahrscheinlicher, wo ihre Bedingungen – etwa als Schlagbäume – schon wahrnehmbar sind. Dass Gegenwart fragiler wird, wenn ihre Voraussetzungen auf der Leinwand – etwa als mutig erprobte Sprechweise – Kontur gewinnen. In öffentlicher Geschichte wie privaten Geschichten: Grenzen werden sichtbarer, Prädestination vernehmlich.

Rufen wir nun nach Aktion? Oder passt das schlecht in unserem Sommer? Wir warten schonmal. Wenn es passiert, wären wir auf jeden Fall dabei.

Die Veränderung und das Ausharren liegt in den Bildern. Wir freuen uns deshalb auf Filmeanmeldungen für die 42. Duisburger Filmwoche, die weiterhin hier eingereicht werden können.

Ende August kommt die Auswahlkommission dann ein zweites Mal zusammen und entscheidet über die endgültige Filmauswahl. Neben Festivalleiter Werner Ružička, der diese Aufgabe in diesem Jahr das letzte Mal übernimmt, sind das die Berliner Regisseurin Henrike Meyer, die Bochumer Kuratorin, Dozentin und Autorin Katrin Mundt, der Zürcher Filmwissenschaftler Till Brockmann, der Kölner Dozent und Festivalkurator Sven Ilgner und der Wiener Filmkritiker und -wissenschaftler Joachim Schätz.

Bis Eigenheit, Dringlichkeit und Seltsamkeit des Handelns in der ersten Novemberwoche in dokumentarischen Bildern zu sehen sind, kündet davon unser Plakatmotiv zur 42. Duisburger Filmwoche. Entworfen hat es unser Grafiker Tilman Lothspeich. Das Foto ist von Julia Krämer.