Die Stadt Duisburg hat die inhaltliche Planung und Umsetzung der 45. Duisburger Filmwoche einem Kurator übertragen. Alexander Scholz organisiert das diesjährige Festival zusammen mit einem Team, das sich aus alten und einigen neuen Freundinnen und Freunden des Festivals zusammensetzt. Die zukünftige Leitung der Duisburger Filmwoche wird zeitnah ausgeschrieben.

Kulturdezernentin Astrid Neese betont: „Duisburg ist Dokumentarfilmstadt, die Filmwoche ihr renommiertes Aushängeschild und ein wichtiger Ort des künstlerischen Austausches, lokal und international. Ich freue mich sehr, dass wir für diese Festivalausgabe eine geeignete Lösung gefunden haben und die Filmwoche in ihrer Kontinuität stärken konnten.“

Volker Heckner, Leiter der Duisburger Volkshochschule, ergänzt: „Herr Scholz kennt die Filmwoche bestens, versteht ihr besonderes Format und ihren Stellenwert für Duisburg und darüber hinaus. Wir wissen das Festival in diesem Jahr des Übergangs in so vertrauten wie kompetenten Händen.“

Alexander Scholz, Foto: Tilman Lothspeich

Alexander Scholz ist bereits seit 2015 Teil der Duisburger Filmwoche. Er war für das Festival als Pressereferent, Redakteur und Programmgestalter, zuletzt bei der Woche der Kritik in Berlin im Einsatz. Er ist Herausgeber und Redakteur des Bandes „AusSichten. Öffentliches Reden über Dokumentarfilm" (2017, hrsg. mit Werner Ružička) und verantwortet das Archiv der Duisburger Filmwoche protokult.de, das unter seiner Leitung erweitert und neu gestaltet wurde. Scholz arbeitet als Autor und Redakteur für verschiedene Kulturinstitutionen in NRW. Er arbeitet seit 2018 mit dem Filmforum im Rahmen des Filmprogramms der Duisburger Akzente zusammen und ist seit 2019 als Dozent an der internationalen filmschule köln (ifs) tätig.

„Schauen im Dunklen, Sprechen im Offenen – beides ist in Duisburg unentbehrlich für den Dokumentarfilm. Es ist ein Privileg, gemeinsam mit der Stadt, der VHS, dem Filmforum am Dellplatz und allen Partnern den Filmen und Debatten auf der Filmwoche Sichtbarkeit verleihen zu dürfen“, so Alexander Scholz. Bei der Filmauswahl für die 45. Duisburger Filmwoche wird Scholz mit der bisherigen Auswahlkommission zusammenarbeiten. Das Festival findet zusammen mit „doxs! dokumentarfilme für kinder und jugendliche“ in der zweiten Novemberwoche statt.

Im Zusammenhang mit der Vorstellung der Planungen für 2021 würdigt Kulturdezernentin Astrid Neese ferner die Arbeit von Gudrun Sommer und Christian Koch, die im Frühjahr 2019 die Leitung des Festivals übernommen und ihre auslaufenden Verträge nicht verlängert hatten: „Ich bedanke mich herzlich bei Frau Sommer und Herrn Koch. Durch ihr Engagement und ihren Ideenreichtum ist es gelungen, die Verbindung der Filmwoche und doxs! mit der Stadt Duisburg zu verstetigen, die strukturelle Weiterentwicklung der Festivals zu fördern und ihr dokumentarisches Profil zu schärfen.“

Zudem habe die Doppelspitze die finanzielle Ausstattung der Duisburger Filmwoche durch zusätzliche Mittel von Seiten des Landes und der Film- und Medienstiftung NRW erhöhen sowie die Medienpartnerschaften mit ARTE und ZDF/3sat verlängern können. Thematisch erweiterten Sommer und Koch das Spektrum der Filmwoche. Eine neue Konferenz zum erzählerischen und journalistischen Potenzial der dokumentarischen Serie („Wie weiter?“) habe ein hochaktuelles Branchenthema aufgegriffen und renommierte, internationale Expertinnen und Experten zur 44. Festivalausgabe versammelt. Dank der Vergabe des neu zugeschnitten Preises der Stadt Duisburg sei außerdem die Sichtbarkeit des mittellangen und kurzen Dokumentarfilms gestärkt worden. „Für eine vielversprechende Zukunft der Filmwoche haben Sommer und Koch die Weichen gestellt“, so Astrid Neese.

Details zur Durchführung des Festivals und Informationen zur Filmeinreichung werden bald veröffentlicht.

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©Tilman Lothspeich