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Duisburger Schule

Gewerkshops

Die Filmwoche bietet für Studierende von Universitäten und Hochschulen einen konzentrierten Rahmen, um in intensiven Austausch mit anderen Filmschaffenden zu treten. Das Festival ermöglicht diese Begegnungen zwischen jungen und etablierten Filmemacher:innen in Seminargesprächen vor Ort oder in Form von Videokonferenzen. Autor:innen wie Thomas Heise, Harun Farocki, Anja Pohl oder Rosa Hannah Ziegler standen in den vergangenen Jahren für den Austausch über ästhetische Fragen und praktische Produktionsbedingungen zur Verfügung.

Die Teilnahme an den Workshopangeboten der Duisburger Filmwoche sind für Studierende in der Akkreditierung inbegriffen (enthält Teilnahme am gesamten Festivalprogramm, Zugang zur Streamingplattform, Teilnahme an den Workshops, Preisverleihung, Abschlussparty).

Die konkreten Workshops für 2026 werden vor dem Festival bekannt gegeben. Bei Interesse melden Sie sich bei Schima Darzi unter darzi@duisburger-filmwoche.de

Kommende Workshops 2026

Donnerstag, 1.10. & Freitag, 2.10.2026
Phantomkinos: Projektionen im Stadtraum

Duisburg war einst eine lebendige Kinostadt. An vielen Straßenecken, in Geschäftszeilen, in Wohnvierteln warfen Projektoren Filme auf Leinwände. Schriftzüge wie Europa, Skala oder Glück-Auf-Lichtspiele zierten die Fassaden. Doch bereits ab den späten 60er Jahren rentierte sich das Geschäft für viele nicht mehr und zahlreiche Kinos schlossen ihre Türen. Sie wurden zu Phantomkinos. Meistens ohne lesbare Spuren zu hinterlassen: Eine Einkaufspassage, eine Straßenerweiterung, ein Spielkasino und ein vernagelter Eingang finden sich an den ehemaligen Adressen. Die Idee einer vielfältigen Duisburger Kinolandschaft lädt zu nostalgischer Rückwende ein. Ist doch das Kino einer der wenigen klassenübergreifenden Freizeitorte, an dem einander fremde Menschen intime Momente im Schutz der Dunkelheit miteinander teilen. Die Abwesenheit dieser Orte muss aber nicht zwangsläufig in die Romantisierung der Vergangenheit münden. Der Blick in die Geschichte kann die Gegenwart befragen.

Genau das wollen wir an zwei Tagen tun und die historische Existenz von Kinos in Duisburg als Ausgangspunkt nehmen, um die Menschen, die den urbanen Raum um den historischen Ort heute beleben und bewohnen, zu fragen, was sie sich für ein Kino der Gegenwart wünschen:
Welche Filme sollten dort laufen? Welche Bedürfnisse müsste ein Kino heute erfüllen, was bräuchte es neben einem Saal, einer Leinwand, einem Projektor? Welche Funktion sollte es für die Nachbarschaft erfüllen? Wie können Begegnungen entstehen? Die Erkenntnisse, die sich aus Stehgreifgesprächen und kurzen Interviewsammlungen ergeben, wollen wir dokumentieren und an den Ort zurücktragen, um sie damit sichtbar zu machen.

Eingeladen sind alle Menschen aus dem Ruhrgebiet, die sich für Kino, Stadtgeschichte und das Recht auf Stadt interessieren. Das Format soll im Umfeld des Jubiläumsjahrs der Duisburger Filmwoche mindestens drei Mal durchgeführt werden. Die Ergebnisse halten wir auf unserer Webseite fest.

Die Teilnahme ist kostenlos.
Referentinnen: Mirjam Baumert (Filmvermittlerin) und Hannah Straßheim (Projektassistenz)
Teilnehmerzahl: max. 14 Teilnehmerinnen
Veranstaltungsort: VHS der Stadt Duisburg (Steinsche Gasse 26 / 47051 Duisburg)
Anmeldung bis zum 7. September 2026
Anmeldung an: kontakt@duisburger-filmwoche.de


Vergangene Gewerkshops 2025

Mittwoch, 5.11.
16:15–19:15 Uhr

Filmproduktion abseits klassischer Verwertungsökonomien mit Superzoom
Leitung: Hans Broich und Felix Leitner

SUPERZOOM Film ist eine Produktionsfirma mit Sitz in Berlin und Wien, die experimentelles Kino produziert. Anhand fertiggestellter Filme sowie Work-in-Progress-Projekte versuchen Editor Felix Leitner und Produzent Hans Broich zu zeigen, wie sich ihr Arbeitsleben als Filmproduzent*innen außerhalb klassischer Verwertungsökonomien gestaltet. Im Workshop geht es darum, Produktionsverhältnisse als ebenso gestaltbar wie die Form des Films zu begreifen und sich bewusst produktive Beschränkungen zu suchen, die es ermöglichen, wirklich an einem Film zu arbeiten – und nicht permanent Förderkriterien zu erfüllen.

HANS BROICH gründete SUPERZOOM Film während seines Studiums an der Filmakademie Wien, um experimentelles Kino zu produzieren. Der erste Spielfilm DIE ÄNGSTLICHE VERKEHRSTEILNEHMERIN (Regie: Martha Mechow, 2023, 101 Min.) wurde zu zahlreichen internationalen Festivals eingeladen, gewann den Großen Diagonale-Preis für den besten Spielfilm (2024) sowie den Erste-Preis bei der Viennale (2023) und feierte sein US-Release im Anthology Film Archives. Neben seiner Arbeit mit SUPERZOOM Film kuratiert Hans Broich seit der Spielzeit 2021/22 das Filmprogramm der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin und arbeitet als Produktionsleiter an ausgewählten Filmprojekten international renommierter Produktionsfirmen.

FELIX LEITNER ist als freiberuflicher Filmeditor tätig und gründetet zusammen mit Hans Broich die Produktionsfirma SUPERZOOM Film, dessen österreichischen Teil er seit dem leitet. Bei der Diagonale 2023 erhielt er für seine Arbeit an der dokumentarische Literaturverfilmung MENUETT den Preis für die beste künstlerische Montage eines Spielfilms.

Donnerstag, 6.11.
12–14:45Uhr
Kuratieren aus dem Archiv feministischer Filmarbeit
Fiona Berg

Als Teil des kuratorischen Teams von feminist elsewheres führt Fiona Berg in ihre archivbasierte und kollaborative Programmarbeit ein. Wie historische Programme aktualisiert werden können soll dabei im Fokus stehen. Betrachtet werden einzelne Filme und Schriftstücke sowie Beispiele diverser Filmreihen, die als Inspiration für eigene Kurationen dienen können. Ausgehend von diesem Material entwerfen die Teilnehmenden Filmveranstaltungen und erhalten eine Idee davon, wie sie diese umsetzen können.

FIONA BERG schreibt und forscht zu Film, lebt in Berlin und organisiert u. a. Filmprogramme mit der Gruppe feminist elsewheres. Ihr Interesse gilt vor allem den Infrastrukturen feministischer Filmarbeit und kollaborativen Formen von
Filmvermittlung und -aktivismus.

Freitag, 7.11.
11:30–14:15 Uhr
Das Auge im Ohr
Nika Son

Wie formen sich Wirklichkeit und Erinnerung zwischen Hören und Sehen? Der Workshop widmet sich der Beziehung von Klang und Bild im Film. Anhand von Beispielen aus der eigenen künstlerischen Praxis und aus der Filmgeschichte wird untersucht, wie Ton Wahrnehmung lenkt, irritiert und öffnet. Der Fokus liegt auf den feinen Verschiebungen – auf Momenten, in denen der Klang das Bild befragt, es verfärbt oder ihm widerspricht. Um diesen Zwischenraum weiter zu erforschen, wird es auch eine kleine praktische Übung geben. Ziel des Workshops ist es über die unsichtbare Seite des Films nachzudenken und zu hinterfragen, was wir wirklich sehen, wenn wir hören.

NIKA SON arbeitet als Musikerin, Künstlerin, Filmkomponistin, DJ und Kuratorin in Hamburg. In ihren Kompositionen, Video- und Klangarbeiten untersucht sie die multisensorische Wahrnehmung, aber auch Formen der Manipulation, bei denen das Hörbare an die Grenzen der Sichtbarkeit stößt.

Schüler*innen im Austausch über Dokumentarfilme
Schüler*innen im Austausch über Dokumentarfilme

Duisburger Klassik

Auch für die 50. Jubiläumsausgabe der Duisburger Filmwoche suchen wir junge Menschen zwischen 16 und 20 Jahren aus Duisburg und dem Ruhrgebiet, die das Programm der Duisburger Klassik zusammenstellen und während des Festivalzeitraums vom 3. bis 8. November 2026 begleiten wollen.

An fünf Terminen im Vorfeld sichtet und diskutiert ihr gemeinsam mit unserer Filmvermittlerin Mirjam Baumert vorausgewählte Dokumentarfilme aus der Festivalhistorie: Welche Filme aus unserem Archiv sagen uns heute noch etwas? Oder zeigen uns sogar etwas Neues? Wie hat das Publikum damals geschaut und wie diskutieren wir den Film heute?

Aus euren Favoriten wählt ihr dann euer eigenes Programm, das auf der Filmwoche gezeigt wird, ihr moderiert die anschließenden Gespräche mit Filmemacher:innen und Gästen vor Publikum. Im Oktober findet dafür ein Moderationsworkshop statt, der euch darauf vorbereitet. Eine weitere Veranstaltung in Duisburg abseits vom Festival könnt ihr zusätzlich mitorganisieren.

Die Sichtungen finden an folgenden Terminen statt:

Freitag, 19.6. 14:00–18:00 Uhr
Samstag, 20.6. 10:00–16:00 Uhr
Samstag, 27.6. 10:00–16:00 Uhr
Samstag, 4.7. 10:00–17:00 Uhr
Samstag, 26.9. 10:00–17:00 Uhr

Wenn ihr Zeit, Lust und Interesse an Filmen habt, meldet euch bis zum 12.6.2026 per Mail unter kontakt@duisburger-filmwoche.de an.

In Kooperation mit dem Zentrum für Kultur Hochfeld.

Filmkritik-Workshop

Die Duisburger Filmwoche stärkt seit 2023, gemeinsam mit der Filmplattform Jugend ohne Film, Stimmen von Nachwuchsautor:innen im Diskurs über das Dokumentarische. Unter der Leitung des Jugend-ohne-Film-Chefredakteurs Patrick Holzapfel und erfahrener Kritiker:innen reflektieren die Teilnehmenden über die eigene Wahrnehmung und das Schreiben als geteilte Erfahrung von Filmen und der Welt. Die daraus entstandenen Texte können auf Protokult gelesen werden. Seit 2025 entsteht zudem ein festivalbegleitender Podcast, den man hier hören kann.

Festival für Dokumentarfilme aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

Duisburger Filmwoche
c/o VHS
Steinsche Gasse 26
47051 Duisburg

Telefon: +49 203 283-984591 / -984581
E-Mail: kontakt@duisburger-filmwoche.de

Kino

filmforum Duisburg
Dellplatz 16

0203 / 28 547-3

Diskussionssaal

BORA
Dellplatz 16a

Info & Akkreditierung 

Foyer der VHS und Stadtbibliothek Duisburg S
Steinsche Gasse 26

Mo: 14:30–17:30 Uhr
Di: 8:30–19:30 Uhr 
Mi–Fr: 9–19:30 Uhr 
Sa: 9–14Uhr 

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