Extras bei der Filmwoche
Neben dem filmischen Rahmenprogramm unter dem Titel Arbeiten für das Kino und der Buchpräsentation bietet die Filmwoche außerdem zwei Konzerte, eine Installation und eine Video- und Interviewarbeit auf dem Dellplatz an. Denn wer für das Kino arbeitet, muss am Ende des Tages durchatmen.
Am 5.11. lädt Frau Kraushaar ins BORA. Eine Künstlerin aus Hamburg, deren Praxis Musik und bildende Kunst vereint. Mit dem Konzeptalbum
Gurke Kartoffel Ahnung wagt Frau Kraushaar eine akustische Reflexion über die Bedeutung der Nase, die weit über das Physische hinausgeht. In ihrem kreativen Prozess bewegt sie sich assoziativ, verknüpft historische und alltägliche Elemente und entfaltet dabei eine narrative Komplexität, die sowohl herausfordert als auch anregt.
Am 6.11. verbindet die Band Kreidler Elektronik mit akustischem Instrumentarium. Immer rhythmisch, immer mit einem Pop-Appeal, zwischen IDM und Electronica. Neben zahlreichen Kollaborationen und Remixes, ist ihre Musik in Filmen, Performances und im Theater zu hören. 2005 komponierte die Band den Soundtrack für den Dokumentarfilm DURCHGANGSLAND von Alexandra Sell. Regisseur Heinz Emigholz hat 2011/12 ihr Album Den mit sieben Videos ergänzt, die Band komponiert seither die Musik zu seinen Filmen. Kreidlers kommendes Album im Herbst 2026 wird die 30-jährige Jubiläumsedition von Weekend sein. Beide Konzerte starten um 23 Uhr im BORA und werden präsentiert von Duisburg ist echt. Der Eintritt ist frei.
Am 4.11. steht der Dellplatz ab 11 Uhr im Zeichen der Wut: Die interaktive Video- und Interviewarbeit Kiss my Anger von Rebecca Racine Ramershoven setzt sich mit Wut als weiblich* sozialisierter und FLINTA*-Erfahrung auseinandersetzt. Im Zentrum stehen die Perspektiven von BIPoC. Die Installation entstand im Rahmen der Grand Snail Tour von Urbane Künste Ruhr und wird erstmals öffentlich präsentiert, zwischen 19 und 20 Uhr findet ein Gespräch mit der Künstlerin statt. Weitere Infos dazu hier.
Vom 4.11.– 7.11., jeweils ab 15:30 Uhr ist im Studio des BORA durchgängig eine Installation mit den Festivaltrailern vergangener Filmwochenausgaben von 2006 bis 2026 (mit kleinen Lücken) im Loop zu sehen. Denn die Trailer der Duisburger Filmwoche sind kleine Kunstwerke, die – als eigenständige Arbeiten konzipiert – dem Festival in jedem Jahr einen eigenen Takt geben und einen eigenen Ton setzen, in mal weniger, mal deutlicherem Bezug zum Festivalmotto. Im Jubiläumsjahr feiert die Filmwoche diese kleinen Kunstwerke.